Aufsätze

Die neue EU-Richtlinie zur Offenlegung nichtfinanzieller Informationen: Verum oder Placebo?

– Eine Ex ante-Analyse nichtfinanzieller Informationsanforderungen ausgewählter EU-Mitgliedstaaten und Ex post-Implikationen –

Die Analyse der aktuellen nichtfinanziellen Informationsanforderungen der EU-15 Mitgliedstaaten zeigt, dass die Umsetzung der neuen CSR-Richtlinie in nationales Recht die Informationspolitik von Unternehmen maßgeblich beeinflussen wird. Die Notwendigkeit legislativer ex post Anpassungsmaßnahmen variiert dabei sehr stark in Abhängigkeit der einzelstaatlichen Gesetzgebungen. Da die von Unternehmen offengelegten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren in traditionellen Geschäftsberichten, Nachhaltigkeitsberichten und integrierten Berichten sehr stark hinsichtlich Informationsumfang, -art und -glaubwürdigkeit variieren, handelt es sich bei der neu angeforderten CSR-Erklärung im Lagebericht eher um eine Weiterentwicklung der Lageberichterstattung in seiner Funktion als „übergreifendes Informationsinstrument“ und sollte darüber hinaus als vertrauensbildendes Instrument verstanden werden. Die größten Veränderungen wird es EU-weit im Bereich der diversitätsspezifischen Informationsbereitstellung

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FMA und OePR – Ein Beitrag zur derzeit ungeklärten Rollenverteilung im österreichischen Enforcement

Ab 2014 unterliegen kapitalmarktorientierte Unternehmen in Österreich erstmals dem Enforcement-Verfahren. Das konzeptionell zweistufig gestaltete Enforcement-System offenbart Unklarheiten im Zusammenwirken der installierten Enforcement-Institutionen. Auf Basis einer Analyse der Rechtsgrundlagen des österreichischen Enforcements und erster Verlautbarungen seitens der Enforcer, ist davon auszugehen, dass die österreichische Finanzmarktaufsicht eine dominierende Rolle in diesem Verfahren einnehmen kann und wird.

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Aufhebung des § 308 Abs. 3 HGB durch das TransPuG

Auswirkungen des Verbots zur Übernahme nur nach Steuerrecht zulässiger Wertansätze in den handelsrechtlichen Konzernabschluss

Einleitung Im Juli 2002 ist das Transparenz- und Publizitätsgesetz (TransPuG Gesetz zur weiteren Reform des Aktien- und Bilanzrechts, zu Transparenz und Publizität (Transparenz- und Publizitätsgesetz), BGBl. I 2002, S. 2681 ff. ) in Kraft getreten. Die gesetzlichen Änderungen gehen zu weiten Teilen auf Vorschläge der Regierungskommission Corporate Governance Regierungskommission „Corporate Governance – Unternehmensführung – Unternehmenskontrolle – Modernisierung des Aktienrechts“. zur Reform der

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