Aufsätze

Ergebnisqualität (Earnings Quality) von deutschen Unternehmen im Immobiliensektor

– Eine quantitativ-empirische Untersuchung für den Zeitraum von 2005-2015 –

Ein umfassendes Fair Value Accounting unter IFRS ist aufgrund unvermeidbarer Subjektivität und Volatilität dem Verdacht ausgesetzt, die Rechnungslegungsqualität zu beeinträchtigen. Für deutsche Immobilienunternehmen konnte diese Annahme nicht bestätigt werden, die Ergebnisqualität weist insgesamt sogar eine positive Tendenz auf.

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IFRS 9 – ein Bankenstandard für Versicherungen – „Insurance goes Banking“

Mit IFRS 9 wird ein Rechnungslegungsstandard eingeführt, der nicht nur die Bewertung von Financial Instruments materiell verändert, sondern auch die operativen Abläufe, die Steuerung und die IT-Umgebung beeinflusst. Für Versicherungsunternehmen kommt erschwerend hinzu, dass die Bewertungsregelungen unter IFRS 9 auf ein Portfolio von kleinvolumigen Krediten ausgelegt ist. Müssen die Versicherungen wie Banken denken?

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Abzinsung von Rückstellungen für nukleare Entsorgungsverpflichtungen in IFRS-Konzernabschlüssen deutscher Energieversorgungsunternehmen

In den Anhängen zu den IFRS-Konzernabschlüssen für das Geschäftsjahr 2015 wurde erstmals ausführlicher über die bei der Diskontierung der Rückstellungen für nukleare Entsorgungsverpflichtungen deutscher Energieversorgungsunternehmen (EVU) verwendeten Zinssätze berichtet. Die Erläuterungen lassen erkennen, dass die Abzinsung nicht den Anforderungen von IAS 37 entspricht, weil die EVU den risikofreien Nominalzinssatz als historischen Durchschnitt deutscher Staatsanleihen bestimmen, IAS 37.47 jedoch die Verwendung eines aktuellen Stichtagszinssatzes fordert. Dies wirft die Frage auf, ob die für die Rechnungslegung verantwortlichen Vorstände sowie die testierenden Abschlussprüfer ihrer Verantwortung für den Rechnungslegungsstandards entsprechende Konzernabschlüsse gerecht geworden sind.

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Aufdeckung von Bilanzdelikten

– Fallstudie zum Bilanzbetrug am Beispiel Let‘s Gowex SA Spain –

Wenn eine Bilanz professionell manipuliert wird, sind aus den Abschlüssen mittels Zeitvergleich Fälschungen schlecht oder überhaupt nicht aufzudecken. Verwertbare Hinweise liefert in den meisten Fällen eher ein Branchenvergleich bzw. der Vergleich innerhalb einer Peer Group. Dies lässt sich anhand eines Praxisfalls aus der Realität bei den Prüfungsgebühren und den Umsatzerlösen pro Mitarbeiter deutlich zeigen. Der Fall Let’s Gowex SA ist deshalb für die Bilanzanalyse so interessant, weil es per Bilanzmanipulation wie in kaum einem anderen Fall gelang, nahezu alle Analyse-Klassen positiv zu gestalten.

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Neustrukturierungen im Rechnungswesen

– Bericht zum BVBC-Bundeskongress vom 11.-13.05.2017 in Goslar: Auswirkungen der Digitalisierung und Handlungsbedarf auf herkömmlichen Bilanzierungsfeldern –

Eine auf Zukunftsaspekte fokussierte Themenpalette hatte der BVBC für die Ausrichtung seines diesjährigen Bundeskongresses vorbereitet. Immer mehr zum Dauerbrennerthema entwickelt sich der Megatrend Digitalisierung, der die Prozesse des Rechnungswesens tiefgreifend verändern wird. Das insoweit bereits im Vorjahr thematisierte Spektrum reicht hier von der Belegerfassung über Shared Service Center und Cloud-Anwendungen bis hin zur Neuorientierung des Controllings kapitalmarktorientierter Unternehmen. Besondere Aufmerksamkeit verdient auch in diesem Jahr die Verleihung des Ehrenpreises der BVBC-Stiftung, mit dem die in 2016 erschienene Darstellung „BilRUG-Radar“ ausgezeichnet wurde.

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„(Lifetime) Expected Credit Losses“ als Mechanismus der Verlustantizipation nach IFRS 9

– Operationalisierung der Schätzparameter in kritischer Betrachtung –

Mit dem „(Lifetime) Expected Credit Loss“ (LECL) schafft der IFRS 9 ab dem Jahr 2018 einen komplexen Wertminderungsmaßstab, der an das finanzwirtschaftliche Risikomanagement von Banken angelehnt ist und zukunftsorientierte Informationen berücksichtigen soll. In der Diskussion um diesen neuen prospektiven Mechanismus der Verlustantizipation ist sowohl die konzeptionelle Operationalisierung der Modellparameter als auch eine intensive Auseinandersetzung mit den Anwendungsvoraussetzungen und -konsequenzen bisher weitestgehend vernachlässigt worden. Vor diesem Hintergrund werden im vorliegenden Beitrag verschiedene Modellierungsansätze für die Parameter des LECL kritisch analysiert und hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit untersucht.

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Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz: Neue Anforderungen an die nichtfinanzielle Berichterstattung und darüber hinaus

Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz setzt die CSR-Richtlinie der EU in deutsches Recht um. Wesentliche Neuerung ist eine erweiterte nichtfinanzielle Berichterstattung, von der vor allem kapitalmarktorientierte große Unternehmen und Konzerne mit mehr als 500 Arbeitnehmern sowie derartige Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen – diese auch ohne Kapitalmarktorientierung – betroffen sind. Darüber hinaus ergeben sich insb. für börsennotierte Unternehmen und Konzerne zusätzliche Berichtspflichten zur Diversität in Vorstand und Aufsichtsrat. Die Neuregelungen gelten fast ausnahmslos schon für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2016 beginnen.

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Informationsverarbeitung an Finanzmärkten im Umbruch

– Zwischen Informationsflut und automatisierter Datenanalyse –

Computergestützte Textanalyse entwickelt sich zu einer Mainstream-Anwendung, die dabei ist, die Informationsverarbeitung an den Finanzmärkten zu revolutionieren. Hieraus ergeben sich wesentliche Implikationen für die Ersteller, Nutzer, Prüfer und Regulierer der Finanzberichterstattung. Insb. könnte sich der Informationsvorsprung professioneller Analysten und Investoren künftig noch steigern.

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