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Öffentliche Konsultation zur Tätigkeit der Europäischen Finanzaufsichtsbehörden


Im Januar 2011 wurde das Europäische Finanzaufsichtssystem (ESFS) eingerichtet, dessen wichtigster Bestandteil die Europäischen Finanzaufsichtsbehörden (European Supervisory Authorities, ESA) sind. | © JFL Photography/fotolia.com

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zur Tätigkeit der drei europäischen Finanzaufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA (zusammen European Supervisory Authorities, ESA) gestartet.

In dem Konsultationsdokument werden Aufgaben und Arbeitsweisen der Behörden beschrieben und Vorschläge unterbreitet, wie deren Arbeit effektiver und effizienter gestaltet werden kann. Von den insgesamt 32 Fragen des Dokuments widmen sich zwei (Fragen 14 und 15) ganz konkret der Finanzberichterstattung.

Rolle von ESMA soll gestärkt werden

Der Abschnitt zur Finanzberichtberichterstattung beginnt mit der Beschreibung der Rolle von ESMA als Durchsetzungsbehörde für Rechnungslegungs- und Prüfungsstandards und enthält einen Überblick über die Bemühungen, die unternommen wurden, um die Rechnungslegungs- und Prüfungspraxis in Europa zu vereinheitlichen. Es werden dann verschiedene Möglichkeiten genannt, wie die Rolle von ESMA in diesem Zusammenhang gestärkt werden könne, weil aufsichtliche und Enforcement-Konvergenz bis dato relativ begrenzt geblieben sind. Hierbei wird konkret eine Möglichkeit aufgezeigt, den Prozess zur Indossierung von IFRS in der EU zu optimieren: nämlich, indem der ESMA eine beratende Rolle eingeräumt wird.

Die Konsultation endet am 16. Mai 2017. Rückmeldungen sind ausdrücklich erbeten, werden aber nur durch Direkteingabe der Antworten in den Online-Fragebogen akzeptiert.

(DRSC vom 07.04.2017 / Viola C. Didier)


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