Klimarisiken in der Unternehmensberichterstattung


Unternehmen werden in zunehmender Intensität und Häufigkeit Klimarisiken ausgesetzt sein. Sie sollten jetzt offen und ehrlich über ihre Risiken berichten. | ©Nick Dale/fotolia.com

Die 17 Berufsorganisationen rechnungslegender und wirtschaftsprüfender Berufe, die sich im A4S Accounting Bodies Network (ABN) zusammengeschlossen haben, stimmen mit dem IASB darin überein, dass bestehende Standards auf Klimarisiken und andere neu aufkommende Risiken in der Unternehmensberichterstattung anzuwenden sind.

Die Berufsorganisationen haben einen Drei-Punkte-Plan entwickelt. Mit dem Plan unterstützen sie ihre Mitglieder aus den rechnungslegenden und prüfenden Berufen bei der Umsetzung der Berichterstattung über Klimarisiken. Sie verpflichten sich zu folgenden Maßnahmen:

  • Orientierungshilfen der Standardsetter zu den IFRS, zu den ISA und zu den IPSAS über den Umgang mit Klimarisiken zu verbreiten,
  • ihre Mitglieder in der Umsetzung dieser Orientierungshilfen fortzubilden, sowie
  • mit den Standardsettern zusammenzuarbeiten, um eventuelle Lücken der Standards in Bezug auf Klimarisiken zu schließen.

Fortentwicklung der Rechnungslegung

Das IDW hält vor allem die Fortentwicklung der Rechnungslegung für notwendig und spricht sich auch für eine Weiterentwicklung der nichtfinanziellen hin zu einer integrierten Unternehmensberichterstattung aus. Es veröffentlicht zurzeit eine Reihe von Positionspapieren zu Nachhaltigkeitsthemen.

Klimarisiken: ABN Erklärung „Clima-Related Risk in the Financial Statements“

Die ABN Erklärung schließt an den Aufruf vom Februar 2020 an, in dem das ABN Netzwerk die rechnungslegenden und prüfenden Berufe aufforderte, sich aktiv in die Bemühungen um eine Abschwächung des Klimawandels einzubringen und sich dazu verpflichtet, den Berufsangehörigen die nötige Unterstützung zu liefern.

(IDW vom 17.12.2020/Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)

Unsere Empfehlung für tiefergehende Recherchen zum Thema Betriebswirtschaft:
Owlit-Modul „Bilanzrecht (Bundesanzeiger Verlag)“


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