Kategorien

DRSC kritisiert Goodwill Impairment Test


Im Diskussionspapier beschreibt EFRAG die bislang von den Konstituenten aufgeworfenen Problemstellungen zum bestehenden Wertminderungstest und stellt potenzielle Änderungen der Zuordnung des GoF zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten dar. | ©kebox/fotolia.com

Das DRSC hat zu dem von EFRAG veröffentlichten Diskussionspapier „Goodwill Impairment Test: Can it be improved?“ Stellung genommen. Ziel des Papiers ist es, potenzielle Änderungen des Werthaltigkeitstests darzustellen und hierzu die Auffassungen der Konstituenten zu sammeln.

Das DRSC sieht die konkreten Vorschläge zur Allokationsmethodik des Geschäfts- oder Firmenwerts auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten sowie zu zusätzlichen Angabepflichten zur Entwicklung jedes einzelnen Geschäfts- oder Firmenwerts kritisch. Man regt an, dass EFRAG eine weitergehende Analyse vornehmen sollte, ob verschiedene Allokationsmethoden auf Basis des jeweiligen wirtschaftlichen Gehalts des Goodwills zielführend und umsetzbar sind. Auch der Vorschlag zur Einführung einer vorgelagerten qualitativen Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines Abschreibungsbedarfs des Geschäfts- oder Firmenwerts (sog. nullter Schritt) wird vom DRSC nicht unterstützt.

Kritik am Goodwill-Accretion-Ansatz

Hinsichtlich der konkreten Vorschläge zur Vereinfachung und Verbesserung der Ermittlung des erzielbaren Betrags, präferiert das DRSC die Ermittlung eines möglichen Wertminderungsbedarfs für den erworbenen Goodwill auf Basis des Nutzungswerts. Dieser sollte jedoch zusätzlich geplante Restrukturierungen berücksichtigen und die Nutzung von Nachsteuer-Zinssätzen ermöglichen. Der von EFRAG zusätzlich vorgeschlagene Goodwill-Accretion-Ansatz wird durch das DRSC als mit dem Impairment-only-Ansatz konzeptionell nicht vereinbar angesehen.

(DRSC vom 22.12.2017 / Viola C. Didier)


Top