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Diskussion um „Eigenkapitalinstrumente: Wertminderung und Recycling“


Das IASB hat 2014 IFRS 9 verabschiedet. Dessen Indossierung in europäisches Recht (EU-Endorsement) wurde von der europäischen Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) bestimmt. | ©designer491/fotolia.com

EFRAG hat das Diskussionspapier „Equity Instruments: Impairment and Recycling“ veröffentlicht. Darin wird diskutiert, ob (und wie) für Eigenkapitalinstrumente der Bewertungskategorie „Fair Value through OCI“ gemäß IFRS 9 eine nicht im Standard vorgesehene Bilanzierung sachgerecht wäre.

EFRAG schlägt vor, im OCI erfasste Fair Value-Änderungen spätestens bei Veräußerung der Instrumente in das Periodenergebnis umzugliedern (sog. „recycling“) und zugleich Wertminderungsregeln (bzw. ein äquivalentes Bewertungsmodell) einzuführen und negative Wertänderungen bei Überschreiten einer bestimmten Schwelle im Periodenergebnis statt im OCI zu zeigen. Im Ergebnis stellt EFRAG damit eine Bilanzierungsweise vor, die der Available-for-Sale-Kategorie unter IAS 39 ähnelt, jedoch nach Auffassung von EFRAG robuster und weniger subjektiv ist.

Indossierung von IFRS 9

Das Diskussionspapier ist Ergebnis eines Forschungsprojekts von EFRAG, zu dem das Europaparlament die EU-Kommission im Zuge der Indossierung von IFRS 9 aufgefordert hatte. Dem Arbeitsauftrag der EU-Kommission an EFRAG liegt die Hypothese zu Grunde, dass das in IFRS 9 verankerte Recycling-Verbot langfristig orientierten Investoren möglicherweise eine Einschätzung der finanziellen Leistung eines Unternehmens erschwere und sie deshalb von einer Beteiligung abhalte. Das Projekt läuft in zwei Phasen (Phase 1 = Beurteilungsphase, Phase 2 = Lösungsvorschlagsphase) ab. Das Diskussionspapier als Teil der Phase 2 kann bis 25.05.2018 kommentiert werden.

(DRSC vom 01.03.2018 / Viola C. Didier)


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