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Ergebnisse der Fachausschusssitzungen

Am 11. und 12.12.2017 fand beim Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) in Berlin die 12. Gemeinsame Sitzung von IFRS- und HGB-Fachausschuss sowie die 63. Sitzung des IFRS-Fachausschusses (IFRS-FA) und die 34. Sitzung des HGB-Fachausschusses (HGB-FA) mit u.a. folgenden Ergebnissen statt: 12. Gemeinsame Sitzung von IFRS- und HGB-Fachausschuss: Die beiden Fachausschüsse werden über die Umsetzung des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR-RUG) sowie der Empfehlungen der Task Force

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Berufungen der Technical Experts Group veröffentlicht

Die Europäische Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat die Ernennung von zwei neuen sowie sechs wiederberufenen Mitgliedern des Fachexpertenausschusses (Technical Experts Group, TEG) bekanntgegeben. Als neue TEG-Mitglieder sind Emmanuelle Guyomard und Jed Wrigley berufen worden. Zudem wurde Nicklas Grip als stellvertretender Vorsitzender der TEG sowie Ana Cortez, Prof. Dr. Günther Gebhardt, Heinz Hense, Soren Kok Olsen und Andrew Spooner als Mitglieder

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Aufruf zur Teilnahme an IFRS 17-Fallstudie der EFRAG

Die EFRAG beabsichtigt, im Zusammenhang mit ihrer Übernahmeempfehlung für IFRS 17 anhand einer Stichprobe europäischer Versicherungskonzerne eine detaillierte Fallstudie zu den erwarteten Auswirkungen von IFRS 17 durchzuführen. Folglich sucht die EFRAG freiwillige Teilnehmer für eine derartige Fallstudie. Die EFRAG zielt hierbei auf eine Beteiligung über die ganze Bandbreite von Unternehmen im Bereich von Versicherungsleistungen ab. Der Fokus der Studie liegt auf europäischen Versicherungskonzernen,

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Kapitalmarktunion: Neue Steuerleitlinien für grenzübergreifende Geschäfte

Neue Quellensteuer-Leitlinien hat die EU-Kommission vorgelegt. Sie sollen die Kosten in den Mitgliedstaaten senken und die Verfahren für grenzübergreifend tätige Investoren in der EU vereinfachen. Die vom 11.12.2017 stammenden EU-Empfehlungen wurden in Zusammenarbeit mit Experten der Mitgliedstaaten ausgearbeitet und sind Teil des EU-Aktionsplans für die Kapitalmarktunion. Insb. zielt der Verhaltenskodex darauf ab, die Herausforderungen, vor denen kleinere Anleger bei grenzübergreifenden Geschäften

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DRÄS 8 im Bundesanzeiger veröffentlicht

Der Deutsche Rechnungslegungs Änderungsstandard (DRÄS) Nr. 8, mit dem DRS 20 „Konzernlagebericht“ an die geänderten gesetzlichen Anforderungen angepasst wird, die sich aus dem Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) ergeben, wurde im Bundesanzeiger vom 04.12.2017 durch das Bundesministerium der Justiz bekannt gemacht. Im Wesentlichen wird DRS 20 durch die Änderungen um zwei neue Abschnitte

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Board-Mitglied erläutert Anlegerreaktion auf IFRS 17

Das International Accounting Standards Board (IASB) fasst auf seiner Internetseite die wesentlichen fünf Fragen, die Anleger und Analysten in Bezug auf IFRS 17 „Versicherungsverträge“ haben, sowie die zugehörigen Antworten in Form eines Beitrags von Board-Mitglied Nick Anderson zusammen. Hierzu zählen die Frage nach den Auswirkungen von IFRS 17 auf Dividendenausschüttungen, drei Fragen bzgl. der Vergleichbarkeit (Erreichung dieser durch einen prinzipienbasierten Standard, Erreichung einer globalen

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Sachverhalt zu IAS 12 auf Agenda aufgenommen

Der IFRS-Fachausschuss des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) hat während seiner Sitzung vom 11.12.2017 eine negative Agendaentscheidung des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) zu IAS 12 „Ertragsteuern“ und Zinsen und Strafzahlungen im Kontext von Ertragsteuern erörtert und ist zu dem Schluss gekommen, dass die IFRS IC-Entscheidung im nationalen Kontext auslegungsbedürftig sei. Die Agendaentscheidung war zuvor im September 2017 im IFRIC-Update kommuniziert worden. Der IFRS-Fachausschuss

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Gewerbesteuerliche Hinzurechnung beim sog. Finetrading

Finetrading ist ein verbreitetes bankenunabhängiges alternatives Finanzierungsinstrument. Gewerbesteuerlich stellt sich im Zusammenhang mit diesem Finanzierungsinstrument die Frage, ob und inwieweit verschiedene im Rahmen des Finetradings erhobene Gebühren der Hinzurechnung gem. § 8 Nr. 1 Buchst. a GewStG unterliegen. In der Kurzinformation der OFD findet sich zunächst eine Beschreibung des Finetradings, das i.d.R. der Finanzierung von Umlaufvermögen dient. Dabei agiert der „Finetrader“ als Zwischenhändler

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Zuflusszeitpunkt bei Arbeitslohn in Form von sonstigen Bezügen

Arbeitslohn aus Beiträgen des Arbeitgebers zu einer Direktversicherung des Arbeitnehmers für eine betriebliche Altersversorgung fließt dem Arbeitnehmer nicht schon mit Erteilung der Einzugsermächtigung durch den Arbeitgeber zugunsten des Versicherungsnehmers zu. Vielmehr erfolgt der Zufluss erst, wenn der Arbeitgeber den Versicherungsbeitrag tatsächlich leistet. Weiter führt der BFH aus, dass ein Arbeitnehmer im Zeitpunkt des Zuflusses nicht laufend gezahlten Arbeitslohn (sonstige Bezüge) bezieht

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Abzinsung von Angehörigendarlehen

Unverzinsliche und ungesicherte Darlehen, die ein Angehöriger einem Gewerbetreibenden, Selbstständigen oder Land- und Forstwirt gewährt, sind nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG abzuzinsen, wenn der Darlehensvertrag unter Heranziehung des Fremdvergleichs steuerrechtlich anzuerkennen ist und die Darlehensvaluta in den Betrieb des Darlehensnehmers fließen. Sachverhalt: Im Streitfall hatte die Klägerin ihrem Ehemann für dessen Gewerbebetrieb und land- und forstwirtschaftlichen Betrieb jeweils ein zinsloses

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Nachträgliche Anschaffungskosten bei Gesellschaftereinlagen „in letzter Minute“

Der BFH hält es für fraglich, ob Zuzahlungen, die der Gesellschafter in das Eigenkapital leistet und die bei der KapGes. als Kapitalrücklage auszuweisen sind (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB), bei diesem in jedem Fall und zu jedem denkbaren Zeitpunkt zu – nachträglichen – Anschaffungskosten i.S.d. § 255 Abs. 1 Satz 1 und 2 HGB führen und mithin im Rahmen der Gewinnermittlung nach § 17 Abs. 2 Satz 1 EStG zu berücksichtigen sind und ob solche Zuzahlungen einen Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten des Rechts

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Steuerermäßigung für gewerbliche Einkünfte

Der BFH hat entschieden, dass die Begrenzung des Steuerermäßigungsbetrags nach § 35 Abs. 1 Satz 5 EStG betriebsbezogen zu ermitteln ist. Sachverhalt: Im Streitjahr 2008 hatte die Klägerin (K) u.a. gewerbliche Einkünfte aus acht gewerbesteuerpflichtigen KG erzielt. Nach § 35 Abs. 2 EStG wurden die Anteile der K an den GewSt-Messbeträgen sowie den tatsächlich von den KG jeweils zu zahlenden GewSt gesondert und einheitlich festgestellt. Das FA berechnete im Rahmen der ESt-Veranlagung 2008 die Steuerermäßigung

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E-Bilanz: Übermittlungspflicht in Fällen atypisch stiller Gesellschaften

Zu der Frage, zu welcher Steuererklärung der Inhalt der Bilanz sowie der GuV des Betriebs des Inhabers eines Handelsgewerbes in Fällen der atypisch stillen Beteiligung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung gem. § 5b Abs. 1 EStG zu übermitteln ist, hat das BMF im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder Stellung genommen. Diese Verwaltungsanweisung ist grds. ab dem 01.01.2018 anzuwenden. Hintergrund: Bisher bestanden Unklarheiten darüber, ob die E-Bilanz

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Abschluss des Basel-III-Reformpakets

Die Mitglieder des Leitungsgremiums des Baseler Ausschusses, der Group of Central Bank Governors and Heads of Supervision (GHOS), haben sich am 07.12.2017 auf den letzten noch offenen Punkt geeinigt. Die beteiligten Notenbankgouverneure und Finanzaufsichtschefs legten die Untergrenze für durch Modelle bestimmte Eigenkapitalanforderungen (Output Floor) auf 27,5% fest. Die BaFin und die Deutsche Bundesbank begrüßen die Einigung des Leitungsgremiums des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht zum Abschluss

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Sanierungsgewinnbesteuerung: Keine Anwendung des sog. Sanierungserlasses auf Altfälle

Der BFH hat im Anschluss an den Aufsehen erregenden Beschluss vom 28.11.2016 – GrS 1/15 (BStBl. II 2017 S. 393 = RS1228847), wonach der sog. Sanierungserlass des BMF vom 27.03.2003 – IV A 6 – S 2140 – 8/03 (BStBl. I 2003 S. 240 = DB 2003 S. 796; ergänzt durch das BMF-Schreiben vom 22.12.2009 – IV C 6 – S 2140/07/10001-01, BStBl. I 2010 S. 18 = DB 2010 S. 83) gegen den Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung verstößt, bereits mehrfach nachgelegt. Diese Aussage wurde nun mit dem Urteil vom 23.08.2017

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DPR-Prüfungsschwerpunkte 2018 bekanntgegeben

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat ihre inhaltlichen Schwerpunkte für die Prüfungen der Abschlüsse des Jahres 2017 im kommenden Jahr 2018 veröffentlicht. Zu den fünf Schwerpunkten zählen neben ausgewählten Aspekten zu Ansatz, Bewertung und Angaben nach IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ sowie bzgl. IAS 7 „Kapitalflussrechnungen“ insb. Angaben zu den erwarteten Auswirkungen der Anwendung wesentlicher neuer Standards im Erstanwendungsjahr, Ansatz, Bewertung und zugehörige Anhangangaben

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