Aufsätze

Zur Wechselwirkung der Berichterstattung von Abschlussprüfer und Unternehmen

– Eine empirische Analyse der Key Audit Matters –

Die Berichterstattung des Abschlussprüfers eines Unternehmens von öffentlichem Interesse wird durch die Auseinandersetzung mit Key Audit Matters (KAM) im Bestätigungsvermerk zukünftig erheblich umfangreicher und unternehmensindividueller ausfallen. Wenngleich dadurch die Kritik am bisherigen „Formeltestat“ adressiert werden könnte, ist auch zu befürchten, dass gerade unerfahrene Investoren den erweiterten Bestätigungsvermerk als Lesehilfe zweckentfremden könnten, um aus den umfangreichen Geschäftsberichten (vermeintlich) zentrale Informationen herauszufiltern. Fraglich ist daher wie die betroffenen Unternehmen damit umgehen und ob die mit den KAM korrespondierenden Stellen im Geschäftsbericht angepasst werden. In dem Beitrag wird gezeigt, dass dies zumindest bei den 18 Unternehmen, die im Geschäftsjahr 2016 freiwillig in Übereinstimmung mit den ISA geprüft wurden, nicht zu beobachten ist. Wenngleich die betrachtete Stichprobe es unmöglich macht, (wertende) Aussagen über die Grundgesamtheit

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Alternative Performance Measures – Analyse zur Anwendungspraxis im MDAX (Teil 1)

Zur Gewährung eines verbesserten Einblicks und zur vollumfänglicheren Darstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens berichten diese regelmäßig neben den Rechnungslegungsinformationen alternative Performancemaße (Alternative Performance Measures) (z.B. zur Bereinigung von Einmaleffekten), die nicht in den angewandten Rechnungslegungsvorschriften definiert und vorgegeben sind, an ihre Abschlussadressaten. Damit diese zusätzlichen Informationen nicht zur Irreführung und Verschleierung der tatsächlichen wirtschaftlichen Leistung seitens der Unternehmen missbraucht werden, ist ein Mindestmaß an qualitativen Anforderungen geboten. Zu diesem Zweck haben das CESR in 2005 Empfehlungen und die ESMA im Oktober 2015 Leitlinien zu Alternative Performance Measures veröffentlicht. Diese werden in dem Beitrag dargestellt, deren Einhaltung im MDAX überprüft und der Stand der berichteten alternativen Performancemaße im MDAX für das Jahr 2015, auch auf Branchenebene, analysiert.

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Die Bilanzierung von Verlustfertigungsaufträgen nach IFRS 15

Im Gegensatz zu IAS 11 fehlt es in IFRS 15 an einer expliziten Regelung zur Erfassung von Verlustfertigungsaufträgen. Daher werden in diesem Beitrag verschiedene, unter Beachtung der relevanten Standards (IFRS 15, IFRS 9, IAS 37) in Betracht kommende, Abbildungsmöglichkeiten analysiert. Zudem wird die aus Sicht der Autoren zu präferierende Bilanzierungslogik abgeleitet.

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IFRS-Update 2018

– Ein Überblick über die ab 2018 neu anzuwendenden IFRS –

Die IFRS-Anwender sehen sich stets mit der großen Änderungsdynamik der IFRS konfrontiert. Sie müssen nicht nur die inhaltlich neuen oder veränderten Anforderungen im Blick behalten, sondern darüber hinaus auch darüber Bescheid wissen, wann diese erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Hierbei gilt es besonders, auch auf das EU-Endorsement zu achten, denn für die IFRS-Bilanzierer in der EU ist die damit verbundene Anerkennung der internationalen Regelungen eine unabdingbare Voraussetzung für deren Rechtsverbindlichkeit. Zur erstmaligen Bilanzierung bzw. Bewertung nach neuen Regelungen gehört es regelmäßig auch, dass hierzu – häufig schon im Vorfeld – bestimmte Anhangangaben erforderlich sind, deren Gegenstand die zu erwartenden Auswirkungen der Erstanwendung für das betreffende Unternehmen sind. So verlangt bspw. IFRS 15, dass schon jetzt verschiedenste Erläuterungen notwendig sind, damit sich die Abschlussadressaten ein Bild davon machen können, wie sich die Bilanzierung durch die Neuregelungen

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Rechnungslegung im privaten und staatlichen Sektor

– Grundlegende Fragen der Bilanzierung nach HGB & SsD sowie IFRS & IPSAS – Teil 1: Grundbegriffe und Differenzierung der Normensysteme –

Die vorliegend beginnende Reihe führt fragengeleitet in die Rechnungslegung im privaten und öffentlichen Sektor ein. Hierzu werden je zwei verwandte nationale und internationale Normensysteme betrachtet: das deutsche HGB für Kaufleute und die Standards staatlicher Doppik für Gebietskörperschaften in Deutschland (hier Bundes- und Landesebene) sowie die International Financial Reporting Standards (IFRS) für rechtliche und wirtschaftliche Einheiten des privaten Sektors und die International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) für Einheiten des öffentlichen Sektors. Aufgegriffen werden in diesem Teil Rechnungslegungszwecke, Normensysteme und Anwendungsbereiche. Eine Vielzahl von Fallbeispielen soll das Verständnis der Beiträge dieser in loser Folge erscheinenden Reihe fördern.

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Aktuelle Schwerpunkte der IFRS- und HGB-Rechnungslegung

– Bericht zum 17. PwC-Expertenforum vom 26./27.09.2017 –

Nicht nur einzelne Anwendungsprobleme bestimmter Standards und Vorschriften müssen die Verantwortlichen für die IFRS- bzw. HGB-Rechnungslegung derzeit lösen, sondern zunehmend auch Themen grundsätzlicherer Art. Dies zeigte sich in Frankfurt/M. anlässlich des PwC-Expertenforums am 26./27.09.2017 zum einen hinsichtlich des Einflusses des Megatrends Digitalisierung und zum anderen mit dem weiteren Vordringen nichtfinanzieller Elemente in die Finanzberichterstattung.

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Vertrauen in den österreichischen Kapitalmarkt schaffen

– Der Austrian Financial Communications Award 2017 –

Der Austrian Financial Communications Award (AFCA) wurde im Jahr 2017 zum mittlerweile zweiten Mal ausgelobt. Dieser Award stellt das Gegenstück zum deutschen Wettbewerb „Investors‘ Darling“ dar, welcher jeweils im Oktoberheft des manager magazins veröffentlicht wird. Er basiert ebenso auf dem RIC-Modell, welches vom Lehrstuhl ‚Accounting & Auditing‘ der HHL Leipzig Graduate School of Management entwickelt worden ist. Im Jahre 2017 konnte der österreichische Wettbewerb erstmals gemeinsam mit dem österreichischen Wirtschaftsmagazin trend durchgeführt werden.

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Prinzipien- oder regelbasierte IFRS? Eine Analyse möglicher regelungstechnischer Vorteile

Regel- und prinzipienbasierte Systeme weisen, abhängig vom nationalen Kontext, verschiedene Stärken und Schwächen auf. Für die transnationalen IFRS sind Prinzipien eine geeignetere Regelungsform, insb. wenn sie sich auf ein (klares) Ziel orientieren, die Informationsfunktion der Rechnungslegung.

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