Gastkommentare / Editorials

Aus GRI Leitlinien werden GRI Standards

Sebastian Boochs Die Nachhaltigkeitsberichterstattung erlebt seit einigen Jahren einen stetigen Bedeutungszuwachs, der letztlich ein Spiegelbild der immer stärkeren öffentlichen Aufmerksamkeit für die nichtfinanziellen Belange der Unternehmen ist. Für kapitalmarktorientierte Unternehmen gehört die regelmäßige Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts schon lange zur Regel, obwohl es keine rechtliche Verpflichtung zur Erstellung solcher Berichte gegeben hat. Die Global Reporting Initiative (GRI)

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Erwartete Kreditverluste nach IFRS 9

Eine der zentralen Neuerungen des IFRS 9 stellt die Hinwendung zur Erfassung erwarteter Kreditverluste dar. IFRS 9 sieht hierfür drei Stufen vor, in die finanzielle Vermögenswerte entsprechend ihrer Bonität einzuordnen sind. Entscheidend für die Zuordnung ist der sog. Lifetime Expected Credit Loss, dessen Operationalisierung in den Diskussionen rund um die Erfassung von Wertminderungen bisher vernachlässig worden ist. Um betroffene Unternehmen bei der Anwendung des sog. Three-Bucket-Modells zu unterstützen,

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Nichtfinanzielle Berichterstattung im Brennpunkt

Am 18.04.2017 ist das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) im Bundesgesetzblatt (BGBl. I 2017 S. 802 ff.) verkündet worden und somit endgültig in Kraft gesetzt. Für die Unternehmen ist positiv zu werten, dass der Gesetzgeber sich bei der Implementierung der CSR-Richtlinie auf eine grundsätzliche „1:1“-Umsetzung konzentriert hat und so den Anwendern keine über die Richtlinie hinausgehenden Anforderungen aufgebürdet hat. Nicht erspart werden den Erstellern allerdings zusätzliche Berichtspflichten,

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Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz ist da – Sustainable Corporate Governance ante portas

Prof. Dr. Patrick Velte Spätestens seit der Finanzkrise 2008/09 ist unstrittig, dass die externe Berichterstattung bei den sog. Public Interest Entities (PIEs) nicht nur auf finanzielle Aspekte reduziert werden darf. Die heterogenen Stakeholder-Gruppen fragen in zunehmendem Maße nichtfinanzielle Informationen, z.B. Umwelt-, Sozial- oder Governance-Aspekte nach. Aus internationaler Sicht haben sich viele Institutionen in den vergangenen Jahren wegweisende Gedanken über die Weiterentwicklung der

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Branchenspezifische Auswirkungen neuer IFRS-Standards

Sebastian Boochs Die Erstanwendung von IFRS 15 und IFRS 16 wirft ihre Schatten voraus. Alle IFRS-Bilanzierer sind mit entsprechenden Implementierungsprojekten beschäftigt und oftmals zeigen sich erst im Detail besondere „Knackpunkte“. Bereits frühzeitig zeichnete sich ab, dass die Telekommunikationsbranche besonders stark von dem neuen Fünf-Stufen-Modell des IFRS 15 betroffen sein könnte. Bspw. könnten neben der subventionierten Abgabe von Hardware Finanzierungskomponenten zu Schwierigkeiten

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Better Communication in the Esperanto of Accounting

PD Dr. Andreas Haaker Fortschritte werden auch in der Rechnungslegung nur durch Versuch und Irrtumsbeseitigung erzielt: (1) entweder durch eine mitunter „mutige“ Anwendung neuer Bilanzierungsideen unter billigender Inkaufnahme eines schmerzlichen Scheiterns an der Realität oder (2) im Rahmen einer ergebnis- und kritikoffenen Fachdiskussion. Die erste Variante kann enormen gesamtwirtschaftlichen Schaden anrichten, während die zweite Lackmustest-Variante relativ günstig erscheint. Eine geeignete

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Annual Improvements, die neunte

Sebastian Boochs Mit dem Mitte Januar vom IASB herausgegebenen Entwurf ED/2017/1 werden zum mittlerweile neunten Mal vermeintlich kleinere Änderungsvorschläge in einem Sammelstandard gebündelt zur Kommentierung herausgegeben. Der Zyklus 2015-2017 umfasst dabei Änderungen an IAS 12, IAS 23 und IAS 28. In IAS 12 soll der Ausweis steuerlicher Effekte aus Finanzinstrumenten, die als Eigenkapital ausgewiesen werden, klargestellt werden. In IAS 23 soll der (Nicht-)Einbezug in den allgemeinen Finanzierungszinssatz

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Schätzungsänderungen und Vertragsanpassungen bei Leasingverhältnissen

Sebastian Boochs Ändern sich die Rahmenbedingungen bei Leasingverhältnissen infolge geänderter Schätzungen oder vertraglicher Anpassungen steht der Bilanzierende bislang vor dem Problem, dass IAS 17 keine expliziten Vorgaben enthält, wie solche Sachverhalte zu bilanzieren sind. In der Praxis erfolgt daher keine einheitliche Auslegung von IAS 17, was zu unterschiedlichen und teilweise komplexen Darstellungen führt. Mit IFRS 16 soll sich dies jedoch ändern: Der Standard beinhaltet detaillierte Vorgaben

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