Aufsätze

Corporate Governance, Investorenschutz und Rechnungslegung (Teil 1)

Was unter einer guten Corporate Governance zu verstehen ist, kann sehr verschieden gedeutet werden. Entsprechend gibt es sehr unterschiedliche Mechanismen für eine solche. Im Fokus stehen an Investoreninteressen orientierte Modelle und deren Messprobleme in empirischen Studien.

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Zur Nutzung von expliziten Wahlrechten nach IFRS

– Eine empirische Analyse für die Unternehmen des HDAX und SDAX –

Explizite (offene) Rechnungslegungswahlrechte bieten Unternehmen erhebliche Freiheitsgrade in der individuellen Darstellung am Kapitalmarkt und in der gezielten Einflussnahme auf das Verhalten der Rechnungslegungsadressaten. Die praktische Nutzung solcher expliziten Wahlrechte wurde jedoch bisher nur punktuell für bestimmte Rechnungslegungsstandards und nicht standardübergreifend im Kontext der Bilanzpolitik von Unternehmen analysiert. Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung zur Anwendung ausgewählter Wahlrechte durch die Unternehmen des HDAX und SDAX im Geschäftsjahr 2013 zeigen eine weitestgehend homogene Ausübungsstruktur bei den analysierten Wahlrechten, die Fragen nach dem Nutzen und der Sinnhaftigkeit von expliziten Wahlrechten in der IFRS-Rechnungslegung nach sich zieht.

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Kennzahlenübersichten in deutschen Geschäftsberichten

– empirische Analyse der Berichtspraxis börsennotierter Unternehmen –

Kennzahlenübersichten in Geschäftsberichten gehören zu den wichtigsten Informationsquellen für Investoren, um die Werthaltigkeit von Unternehmen zu analysieren. Gleichzeitig wurden sie jedoch bisher kaum systematisch erfasst und erforscht. Die Analyse von 110 Kennzahlenübersichten in den Geschäftsberichten der HDAX Unternehmen gibt einen Überblick über Struktur, Inhalt und die verwendeten Darstellungsweisen. Es zeigt sich, dass die Kennzahlenübersichten in der Praxis hinsichtlich der gestalterischen Darstellung Ähnlichkeiten aufweisen, die inhaltliche Ausgestaltung jedoch differiert.

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Deskriptive Analyse zur Übernahme des IFRS for SMEs aus Ländersicht

Im Jahr 2009 hat das IASB den International Financial Reporting Standard for Small and Medium-sized Entities (IFRS for SMEs) veröffentlicht. Trotz der ökonomischen Bedeutung von nicht-kapitalmarktorientierten Unternehmen besteht wenig Erkenntnis in der Literatur über die weltweite Übernahme des IFRS for SMEs auf Länderebene. Auf Basis der Länderprofile des IASB (137 Länder) sowie von PwC (146 Länder) wird gezeigt, dass der IFRS for SMEs vor allem in Entwicklungsländern mit schwach ausgeprägten Governancestrukturen auf freiwilliger Basis eingeführt wird, während in Industrieländern und insb. in Europa die Nachfrage nach dem Standard gering ist. Ferner wird aufgezeigt, dass sich die Verbreitungsdynamik des IFRS for SMEs in den letzten Jahren deutlich abgeschwächt hat. Somit wird auf wichtige Unterschiede bei der Verbreitung des IFRS for SMEs im Vergleich zu den Full-IFRS hingewiesen.

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Der (Konzern-)Zahlungsbericht für Unternehmen des Rohstoffsektors

– Anforderungen durch das BilRUG und Vorschlag für einen Musterbericht –

Aufbauend auf der RL 2013/34/EU enthält das BilRUG Vorschriften zur Erstellung eines (Konzern-)Zahlungsberichts für Unternehmen des Rohstoffsektors. Die Regelungen bieten vielfältige Möglichkeiten zur Umgehung der Berichtspflicht. Allerdings kann auch bei vollumfänglicher Berichterstattung nicht gewährleistet werden, dass die intendierte Transparenz tatsächlich erreicht wird.

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Die DPR-Prüfungssaison 2016 ist eröffnet

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. (DPR) hat auf der Jahrestagung Bilanzkontrolle „Aktuelle Entwicklungen rund um Enforcement, Bilanzierung und Abschlussprüfung“ des Deutschen Aktieninstituts e.V. am 19.11.2015 die von der European Securities and Markets Authority (ESMA) bereits am 28.10.2015 veröffentlichten einheitlichen europäischen Schwerpunkte vorgestellt und um die nationalen Prüfungsschwerpunkte ergänzt.

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IFRS-Update 2016

– Ein Überblick über die ab 2016 neu anzuwendenden IFRS –

Regelmäßig sehen sich die IFRS-Anwender mit der großen Änderungsdynamik der IFRS konfrontiert und müssen sich mit den Änderungen an bereits vorhandenen Standards bzw. mit neuen Standards auseinandersetzen. Als zusätzliche Hürde – neben inhaltlichen Fragen – gilt es dabei auch, den Überblick hinsichtlich der erstmaligen verpflichtenden Anwendung zu behalten. Zwar regelt das IASB jew., ab welcher Berichtsperiode die erstmalige Anwendung zu erfolgen hat. Da jedoch für die Bilanzierer in der EU das Endorsement der Regelungen, d.h. deren Anerkennung durch die EU, die notwendige Voraussetzung für die Rechtsverbindlichkeit ist, stimmt der Erstanwendungszeitpunkt gem. IASB nicht zwingend mit dem für Unternehmen in der EU maßgeblichen Erstanwendungszeitpunkt überein. Vielmehr kann die EU im Zuge des Endorsementverfahrens abweichende Stichtage vorgeben. Deswegen ist es wichtig, den Prozess laufend zu verfolgen, um so jederzeit über die entsprechende maßgebliche Erstanwendung der Vorschriften informiert

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Versicherungsmathematische Annahmen für die Berechnung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen gem. IAS 19 und HGB

– Zur Notwendigkeit einer Überprüfung der Annahmen zum Zinssatz sowie zum Gehalts- und Rententrend –

Die Auswertung der Geschäftsberichte der DAX30-Unternehmen zeigt im zurückliegenden Fünf-Jahres-Zeitraum, dass bei der Berechnung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen für den Konzernabschluss der Rechnungszins erheblichen Schwankungen unterlag, während die zukünftigen Gehalts- und Rentensteigerungen nur geringe Veränderungen aufweisen. Insb. zeigt sich, dass die Trendannahmen zu zukünftigen Rentensteigerungen u.E. sehr vorsichtig kalkuliert sind und Veränderungen aufgrund stichtagsbezogener Markterwartungen nicht erkennbar sind.

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