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KoR vom 01.02.2012, Heft 02, Seite 103

(2) Gewinnzurechnung nach (streitiger) Auflösung einer Gesellschaft:


Dem aus einer freiberuflich tätigen Personengesellschaft ausgeschiedenen Gesellschafter ist der gemeinschaftlich erzielte laufende Gewinn auch dann anteilig persönlich zuzurechnen, wenn die verbleibenden Gesellschafter die Auszahlung verweigern, weil der ausgeschiedene Gesellschafter ihnen Schadensersatz in übersteigender Höhe schulde. Etwas anderes gilt gem. BFH-Urteil vom 15.11.2011 (VIII R 12/09, s.u. DB0464319) auch dann nicht, wenn der Anspruch des ausgeschiedenen Gesellschafters nach der BGH-Rechtsprechung der sog. Durchsetzungssperre unterliegt und deshalb nicht mehr isoliert, sondern nur noch als Abrechnungsposten im Rahmen des Rechtsstreits um den Auseinandersetzungsanspruch geltend gemacht werden kann.

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