KoR Top-Thema des Monats

Am 05.03.2013 hat das IASB mit der Veröffentlichung des Standardentwurfs ED/2013/3 einen neuen Vorschlag für die zukünftige Erfassung von Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte präsentiert. Die darin eingeflossenen Diskussionsergebnisse zu den vorangegangenen Vorschlägen aus ED/2009/12 und dem anschließenden Supplement zu diesem Entwurf sollen dazu führen, dass Wertberichtigungen künftig nicht mehr zu wenig und zu spät erfasst werden. Nach dem in dem nun veröffentlichten Entwurf enthaltenen three bucket approach sollen bereits bei Zugang des Finanzinstruments erwartete Kreditausfälle erfasst und ggf. bei Veränderungen des Kreditrisikos angepasst werden. Joachim Brixner, Dr. Mathias Schaber und Michael Bosse geben in ihrem Beitrag in Heft 5/2013 der KoR einen Überblick über die Regelungsvorschläge und veranschaulichen anhand eines praktischen Beispiels die Unterschiede zum bisherigen Impairment-Modell sowie die wesentlichen Implikationen der beiden Wertminderungsmodelle auf den Bilanzansatz und die Erfolgswirkung.

Fallstudie des Monats

Die mehrteilige Fallstudie von Prof. Dr. Peter Lorson u.a. spannt den Bogen von der einzelgesellschaftlichen Rechnungslegung nach HGB bis hin zum Konzernabschluss nach IFRS. Im Zentrum steht der Weg zum Konzernabschluss. Ausgehend von einem nach den §§ 266 bzw. 275 gegliederten HGB-Abschluss mit einer GuV nach dem Gesamtkostenverfahren (GKV) wird zunächst in Teil 1 in KoR 5/2013 S. 261-268 ein nach IAS 1 gegliederter Konzernabschluss mit einer GuV nach dem Umsatzkostenverfahren (UKV) auf der Basis der geltenden (endorsed (EU-))IFRS entwickelt. Dabei werden auch grundsätzliche Fragestellungen der einzelgesellschaftlichen Bilanzierung aufgegriffen und die Verfahren der Konzernrechnungslegung in Bezug auf die Erst- und Folgekonsolidierung eingeübt.

Internationaler Rechnungslegungsreport

KoR vom 02.05.2013, Heft 05, Seite 269
Das In­ter­na­tio­nal Ac­coun­ting Stan­dards Bo­ard (IASB) hat den Ent­wurf ED/2013/4 "Leis­tungs­ori­en­tier­te Pläne: Ar­beit­neh­mer­beiträge (Vor­ge­schla­ge­ne Ände­run­gen an IAS 19)" veröffent­licht. Dem­nach schlägt das IASB vor, ne­ga­ti­ve Leis­tun­gen, die nicht den Di­enst­zeit­auf­wand der be­tref­fen­den Pe­ri­ode re­du­zie­ren, den Di­enst­jah­ren im Ein­klang mit IAS 19.70 zu­zu­rech­nen. So­mit könne ei­ne ein­heit­li­che Net­to­leis­tung...
KoR vom 02.05.2013, Heft 05, Seite 269
Die Eu­ropäische Uni­on hat die Ände­run­gen des IASB hin­sicht­lich "Kon­zern­ab­schlüsse, Ge­mein­sa­me Ver­ein­ba­run­gen und An­ga­ben zu Be­tei­li­gun­gen an an­de­ren Un­ter­neh­men: Über­g­angs­leit­li­ni­en (Ände­run­gen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12)" und endgülti­ge Ände­run­gen, die sich im Rah­men der jähr­li­chen Ver­bes­se­run­gen (Zy­klus 2009-2011) er­ge­ben ha­ben, in gel­ten­des eu­ropäisches Recht trans­for­miert. Die Über­g­angs­leit­li­ni­en...

Nationaler Rechnungslegungsreport

KoR vom 02.05.2013, Heft 05, Seite 271
(BFH-Be­schluss vom 31.01.2013 - GrS 1/10)
Für den Be­reich der Bi­lan­zie­rung hat der BFH die Auf­ga­be des sub­jek­ti­ven Feh­ler­be­griffs un­ter Be­zug auf § 4 Abs. 2, § 5 EStG so­wie § 243 Abs. 1 HGB be­schlos­sen (Leit­satz im Ori­gi­nal­wort­laut):
Das Fi­nanz­amt ist im Rah­men der er­trag­steu­er­recht­li­chen Ge­winn­ermitt­lung auch dann nicht an die recht­li­che Beur­tei­lung ge­bun­den, die der vom Steu­er­pflich­ti­gen auf­ge­stell­ten Bi­lanz (und de­ren ein­zel­nen Ansätzen)...
KoR vom 02.05.2013, Heft 05, Seite 271
"Ver­geb­li­che" Kos­ten für die sog. Due-Di­li­gence-Prüfung aus An­lass des ge­schei­ter­ten Er­werbs ei­ner Ka­pi­tal­be­tei­li­gung un­ter­fal­len gem. BFH-Ur­teil vom 09.01.2013 (I R 72/11, s.u. DB0581867) nicht dem Ab­zugs­ver­bot des § 8b Abs. 3 KStG 2002 a.F.
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