|
|
KoR Top-Thema des Monats
Die bilanzielle Abbildung von assoziierten Unternehmen nach IFRS erfolgt gem. IAS 28 nach der Equity-Methode. In Fallkonstellationen, in denen sich der maßgebliche Einfluss nicht nur nach den prozentualen Verhältnissen der Kapitalanteile der Investoren richtet sondern in denen auch (abweichende) Anteile am Liquidationserlös vereinbart sind, führt die Equity-Methode jedoch zu ökonomisch nicht sachgerechten Ergebnissen. In den USA wurde unter US-GAAP eine liquidationsorientierte Methode, die Hypothetical Liquidation at Book Value Method, entwickelt, die in solchen Fallkonstellationen auch für die Bilanzierung nach IFRS angewendet wird. In dem Beitrag von Prof. Dr. Winfried Melcher und Prof. Dr. Holger Erchinger in Heft 5/2012 der KoR wird neben einer kurzen Beschreibung der Equity-Methode die Hypothetische Liquidationsmethode vorgestellt und die Problematik der Abbildung komplexer Beteiligungsstrukturen anhand praktischer Beispiele verdeutlicht.
Fallstudie des Monats
Auf der Basis einer Vielzahl unterschiedlichster Motive haben sog. Anteilsübertragungen innerhalb eines Konzernverbunds eine große praktische Bedeutung erlangt. Charakterisiert als quasi „unverzichtbares Mittel“ in Bezug auf die (Neu-)Formierung der konzerninternen Beteiligungsketten zur klareren Leitungs- und Kompetenzabgrenzung im Konzern, birgt diese gesamte (facettenreiche) Materie nicht nur ein immenses steuerliches Beratungspotenzial , sondern stellt zugleich auch die Rechnungslegungspraxis vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund illustriert die Fallstudie von Dr. Peter Küting in KoR 4/2012 S. 205-214 – stellvertretend für die Vielzahl an existierenden Umwandlungsarten – anhand eines ausgewählten Konsolidierungsbeipiels, wie komplex und vielschichtig sich das sog. (teilkonzerngrenzenübergreifende) „Umhängen“ einer Beteiligung unter Berücksichtigung einer Mehrperiodenbetrachtung speziell im Falle geänderter Konzernanteilsverhältnisse tatsächlich darbietet. Dem vorangestellt soll ein kurzer Überblick darüber gegeben werden, welche Anforderungen bzw. Grundsätze es jeweils zu beachten gilt, um das verbundinterne Umpositionieren einzelner (Konzern-)Beteiligungen kapitalkonsolidierungstechnisch sachgerecht abbilden zu können.

Internationaler Rechnungslegungsreport
KoR vom 02.05.2012, Heft 05, Seite 260
Die Europäische Beratungsgruppe für Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat ihren Bericht über den Status des EU-Übernahmeprozesses neuer und überarbeiteter IFRS-Regelungen aktualisiert. Der Bericht steht auf der Internetseite der EFRAG (www.efrag.org) zur Verfügung.
KoR vom 02.05.2012, Heft 05, Seite 260
Die EFRAG hat eine Stellungnahme zum ESMA-Konsultationspapier zur Wesentlichkeit in der Finanzberichterstattung veröffentlicht. Die Europäische Wertpapieraufsicht (European Securities and Markets Authority, ESMA) hatte das Konsultationspapier "Berücksichtigung der Wesentlichkeit in der Rechnungslegung" im November 2011 mit dem Ziel veröffentlicht, eine einheitlichere Anwendung des Begriffs der Wesentlichkeit...
Nationaler Rechnungslegungsreport
KoR vom 02.05.2012, Heft 05, Seite 252
In ihrem Tätigkeitsbericht 2011 hatte die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) angekündigt, nach Gesprächen mit den fünf größten Prüfungsgesellschaften auch mit Wirtschaftsprüfern aus dem Mittelstand in einen Erfahrungsaustausch zu treten. Zur Diskussion sollen vor allem von der DPR festgestellte Rechnungslegungsfehler stehen, die trotz uneingeschränktem Bestätigungsvermerk bei den von den...
KoR vom 02.05.2012, Heft 05, Seite 262
(BFH-Urteil vom 19.01.2012 - VI R 3/11)
Zur Geltendmachung von Aufwendungen für Fortbildungsreisen hat der BFH wie folgt Stellung genommen (Leitsätze im Originalwortlaut):
Zur Klärung der beruflichen Veranlassung bei Teilnahme an einer Auslandsgruppenreise sind auch nach der Entscheidung des Großen Senats des BFH vom 21.09.2009 - GrS 1/06 (BStBl II 2010 S. 672) die früher entwickelten Abgrenzungsmerkmale...
|
Aktuelles Heft bestellen Aktuelle Studien IFRS – (auch) nach Verabschiedung des BilMoG ein Thema für den Mittelstand?
Die Studie geht der Frage nach, welche Bedeutung die IFRS für den deutschen Mittelstand gegenwärtig besitzen. Hierzu wurden 417 Unternehmen befragt, ob sie die IFRS bereits anwenden oder eine IFRS-Anwendung planen, welche Einflussfaktoren bei der Entscheidung pro oder contra IFRS aktuell von Bedeutung sind, welche Vor- und Nachteile die Unternehmen mit einer IFRS-Anwendung verbinden sowie ob und inwiefern die IFRS bei der BilMoG-Erstanwendung eine Rolle gespielt haben. Neben einer ausführlichen Darstellung der Ergebnisse der Befragung 2010/2011 erfolgt auch ein Vergleich mit den Ergebnissen der Vorgängerstudien aus den Jahren 2003/2004 und 2005/2006.
» Download als PDF (5,4 MB)
Stichwortregister
|